Captain Riesling auf der Boot in Düsseldorf

25. September 2018

Endlich ist Ende Januar.  Das heißt in Düsseldorf startet die Boot – die große Wassersportmesse. Maren fährt jedes Jahr dort hin und ich bin natürlich auch dabei. ☺

Schon vorher überlege ich, was ich alles sehen und machen will. Am wichtigsten natürlich: Die ganzen spannenden Schiffe. Um so viele wie möglich zu sehen, muss ich in elf der insgesamt 17 Hallen. Mit meinen kurzen Bären-Beinen schaffe ich das nicht. Da wäre ich ja die gesamte Woche unterwegs. Das geht nicht. Aber dafür hab ich eine super Lösung: Ich lasse mich von Maren in ihrem Rucksack über die Messe tragen. Zum Glück wollen wir beide das Gleiche sehen. ☺

Also los: Wir starten in Halle 14. Denn ganz traditionell starten wir den Messetag am Stand der Seenotretter. Wir müssen schließlich ein paar Euro in das Sammelschiffchen werfen. Kaum angekommen, trifft Maren auch schon wieder einen Bekannten. Während die beiden quatschen, schaue ich mir ein Video an, bei dem die ganzen Schiffe gezeigt werden. Hier könnte ich ewig sitzen bleiben. Schon bald geht Maren weiter. Hm, schade. Aber wir wollen heute ja noch viel erleben. ☺  

Als wir bei den Segelschiffen sind, bückse ich kurz aus. Ich will mich mal auf eigene Faust umsehen. Hier gibt’s viele Segler. Aber vor allem hat´s mir eine französische Yacht angetan. Sie ist total schick mit viel Holz und einer Kuschelecke im Bug. Genau das richtige für mich. Aber mein Taschengeld reicht dafür leider nicht. In der Hinsicht ist Maren ganz schön geizig. Dabei hätte sie ja auch etwas davon, wenn ich mir so ein schickes Boot kaufe. Sie dürfte ja auch mal mitsegeln. Aber naja dafür muss ich noch eine ganze Weile sparen…

In dieser Halle stehen noch viele andere Segel-Yachten. Sie sind beeindruckend, aber keine gefällt mir so richtig. Dehler, Bavaria, Hanse. Alle großen Namen sind vertreten. Natürlich schaue ich sie mir genauer an. Bei den meisten fällt mir auf: Sie haben den Steuerhebel auf Knöchelhöhe von Menschen  verbaut. Das verstehe ich nicht. So sehe ich doch gar nichts, wenn ich steuere. Und Maren? Soll die mit den Füßen schalten? Ein Mann am Dehler-Stand erklärt mir, dass man die Manöver sitzend fährt und dann mit dem Hebel zwischen den Beinen schaltet. Das finde ich doof! So eine Yacht will ich nicht. Ich will den Schalthebel so, dass ich – und vor allem Maren – im Stehen anlegen kann. Aber vielleicht ändern die das ja irgendwann wieder.

Also weiter. Ich bleibe erstmal allein. Maren will Klamotten einkaufen. Ich hab alles was ich brauche und keine Lust ewig auf sie zu warten. Also sehe ich mich weiter um, Maren kann ich später noch einsammeln. Also mache ich mich auf den Weg zu den Motoryachten. Aber hier brauche ich nicht so lange wie bei den Seglern. Ein Mal schauen reicht. Die sind riesig und total teuer. Nicht mein Fall. Motorbootfahren macht doch auch gar keinen Spaß. Gashebel umlegen und drauf los brettern kann doch jeder. Segeln ist viel anspruchsvoller und macht deutlich mehr Spaß. Aber es ist schon toll sie mal zu sehen. In echt komme ich ihnen wahrscheinlich niemals so nah.

Das sind mir zu viele Hallen voller Motorboote. Ich habe genug gesehen.  Deshalb mache ich mich auf den Weg und suche Maren. In Halle zehn bleibe ich aber nochmal stehen. Ein Tretboot in Form eines Autos mit Wasserrutsche. Wie cool ist das denn?  Das muss ich direkt mal austesten. Das macht einen riesen Spaß. Aber ich brauche kein Tretboot mit Rutsche. Schließlich haben wir zu Hause die beste Rutsche der Welt. 🙂

Noch ein Mal, dann geht es weiter. Halle elf durchquere ich ganz schnell. Meine Beine werden schwer, ich will jetzt wieder in Marens Tasche. Also weiter in Halle 12. Sie wollte neue Hosen und Schuhe. Ich suche als erstes nach ihrer Lieblingsmarke, da finde ich sie bestimmt. Puh, sind hier viele Leute. Ich muss aufpassen, dass ich keine Füße abbekomme. Das könnte weh tun. Ich muss Schlangenlinien laufen. Aber das bekomme ich hin. Links – rechts – links – rechts, ganz schnell immer weiter. Irgendwann taucht der Stand von Marens Lieblingsmarke auf. Und ich habe Recht. Sie steht gerade an der Kasse und bezahlt. Die Chance nutze ich. Ich klettere die Auslage hoch und springe in ihre Tasche. Puh, geschafft. Jetzt bin ich aber auch richtig platt.  In der Tasche kuschel ich mich ein und halte ein Nickerchen. Ich muss schließlich fit fürs nächste Abenteuer sein. ☺


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